Fahrverbot

Fahren unter Cannabis Einfluss heißt noch nicht Entziehung der Fahrerlaubnis

By |2019-04-18T09:28:22+02:00April 18th, 2019|

BVerwG zum gelegentlichen Konsum und Fahren Das BVerwG hat seine bisherige Rechtsprechung zum Fahren unter Cannabis Einfluss aufgegeben. Der gelegentliche Konsum von Cannabis bedeute nicht zwangsläufig, dass jemand ungeeignet zum Autofahren ist. Eine direkte Entziehung der Fahrerlaubnis sei ermessensfehlerhaft! Wenn ein gelegentlicher Cannabiskonsument zum ersten Mal mit ein wenig THC im Blut beim Fahren erwischt wird, führt dies nicht unmittelbar zur Entziehung der Fahrerlaubnis. Das hat das Bundesverwaltungsgericht (BVerwG) in Leipzig am Donnerstag entschieden (Urt. v. 11.04.2019, Az. 3 C 13.17). Die Fahrerlaubnisbehörden hätten gemäß § 46 Abs. 3 i.V.m. § 14 Abs. 1 S. 3 Fahrerlaubnisverordnung (FeV) nach pflichtgemäßem Ermessen zu entscheiden, ob ein medizinisch-psychologisches Gutachtens (MPU) eingeholt werden muss, um die durch diese Fahrt begründeten Zweifel an der Fahreignung zu klären. [...]

Geblitzt! Punktehandel?

By |2019-04-02T17:39:32+02:00April 2nd, 2019|

Geblitzt, Anhörungsbogen, Bußgeldbescheid - das sollten Sie beachten! Welcher Autofahrer kennt das nicht. Man bekommt einen Anhörungs- oder Zeugenfragenbogen zu einer Verkehrsordnungswidrigkeit. Es droht ein hohes Bußgeld, „Punkte“ in Flensburg, ein Fahrverbot, oder vielleicht, bei einem entsprechenden Kontostand, der Entzug der Fahrerlaubnis. Nun einen anderen Fahrer im Anhörungsbogen oder Zeugenfragebogen anzugeben, erscheint verlockend. Die Taktik besteht darin das Verfahren, durch unzutreffende Angaben, soweit hinauszuzögern, dass zumindest ab der Verfügung des Anhörungsbogens der Erlass des Bußgeldbescheids nicht innerhalb von drei Monaten erfolgt. Dann kann der Verstoß nicht mehr verfolgt werden! Die Verfolgungsverjährung beträgt bei Verkehrsordnungswidrigkeiten gemäß §§ 26 Abs.3, 24 StVG nämlich nur drei Monate ab Begehung der Tat. Nicht so schnell verjähren allerdings Alkohol- und Drogendelikte! In dieser Zeit muss [...]

Achtung: Handy am Steuer wird immer teurer!

By |2019-03-29T10:26:58+02:00März 29th, 2019|

Was ist Handyverstoß und wann gilt welche Strafe? Mit einer Änderung der Straßenverkehrsordnung wurde mit Wirkung zum 19.10.2017 der „Handyverstoß“ am Steuer deutlich schärfer sanktioniert. Es wird nun bei Verletzung des neuen § 23 Abs. 1a StVO ein Bußgeld von 100 € und ein Punkt in Flensburg verhängt. Falls in Folge des Verstoßes eine Gefährdung anderer Verkehrsteilnehmer oder gar ein Schaden eintritt, so ist sogar mit bis zu 200 € Geldstrafe, 2 Punkten und einem einmonatigen Fahrverbot zu rechnen. Die neuen Sanktionen sind also ganz eindeutig dazu geschaffen worden, um vor dem Gebrauch des Handys am Steuer abzuschrecken und dadurch der Gefahr potentiell tödlicher Ablenkung vorzubeugen. Doch nicht nur das Smartphone oder ein anderes Mobiltelefon sind erfasst. Die nicht abschließende [...]

Vorsätzlicher Geschwindigkeitsverstoß mit Elektroauto?

By |2019-02-03T12:46:54+02:00Februar 1st, 2019|

Auch auf deutschen Straßen werden Elektroautos immer beliebter. Wer einmal ein E-Auto gefahren ist weiß, dass das Fahrgefühl ein gänzlich anderes ist als bei einem Fahrzeug mit Verbrennungsmotor. So erfolgt die Beschleunigung beispielsweise sofort und es existieren keine lauter werdenden Motorengeräusche. Und was passiert, wenn man dann mit seinem E-Auto geblitzt wird und die Geschwindigkeitsüberschreitung derart hoch ist, dass eine Verurteilung wegen vorsätzlicher Geschwindigkeitsüberschreitung im Raum steht? Kann eine erfolgreiche Verteidigung auf die Aussage gestützt werden, man habe die hohe Geschwindigkeit nicht gemerkt, weil die Motorengeräusche fehlten? Nach Auffassung des OLG Zweibrücken scheidet allein deshalb eine Verurteilung wegen Vorsatzes nicht aus! Das OLG Zweibrücken hat mit Beschl. v. 05.11.2018 - 1 Owi 2 Ss Bs 75/18 entschieden, dass auch bei einem [...]