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E-Scooter / Elelektroroller im Straßenverkehr

2019-07-16T17:37:20+02:00Juli 16th, 2019|Categories: Allgemein, Fahrerlaubnis, Wissenswertes|Tags: , , , |

E-Scooter – bequem und unkompliziert? Nachdem die auch als Elektroroller bezeichneten Zweiräder Ihren Siegeszug von den USA bis in die europäischen Großstädte angetreten haben, wo sie zum Beispiel in Paris bereits zu einer regelrechten Plage geworden sind, sodass Ihr Gebrauch kürzlich stark reglementiert wurde, tauchen sie auch hier vermehrt im Straßenverkehr auf. Gesetzliche Grundlage ist die „Verordnung über die Teilnahme von Elektrokleinstfahrzeugen am Straßenverkehr“ kurz eKFV, mit der nach einigen politischen Hin-und-Her, nun auch die Hürden der deutschen Bürokratie überwunden und die Spielregeln für die Scooter Fahrt klar definiert wurden. Vorschriften für E-Roller Ob ausgeliehen oder selbst erworben: Ein E-Roller benötigt hierzulande eine Betriebserlaubnis, um für die Teilnahme am öffentlichen Straßenverkehr zugelassen zu werden. Es ist insbesondere ein gültiger Versicherungsnachweis [...]

Vorsicht bei Kurzzeitkennzeichen!

2019-06-19T12:40:04+02:00Juni 14th, 2019|Categories: Allgemein, Bußgeldbescheid, Unfall, Urteile, Wissenswertes|Tags: , , , , |

Gelbe / rote Kennzeichen (Kurzzeitkennzeichen) & Versicherungsschutz Bei Fahrten mit einem roten oder gelben Kennzeichen ist Vorsicht geboten! Nutzen Sie ein solches Nummernschild nicht für rein private Fahrten, denn dann drohen empfindliche Konsequenzen. Über einen solchen Fall hat das Amtsgericht Berlin-Mitte im kürzlich veröffentlichen Urteil vom 12.12.2018, 7 C 3118/18 entschieden. Versicherungsschutz von private Fahrt mit Kurzzeitkennzeichen Wer sein Kurzzeitkennzeichen zu einem anderen Zwecke als den erlaubten nutzt, begeht nicht nur eine strafbewehrte Ordnungswidrigkeit, sondern es drohen auch versicherungsrechtliche Konsequenzen. Erlaubt mit dem gelben Kurzzeitkennzeichen, auch Tageszulassung genannt, sind ausschließlich Fahrten zum nächstgelegenen TÜV oder zur Werkstatt, wo vorliegende Mängel behoben werden. Abgesehen von der Fahrt zur Werkstatt oder zur Hauptuntersuchung (HU) darf das Auto nur zur Überführung und zur [...]

Der gestellte Unfall – Unfallmanipulation

2019-06-03T15:29:50+02:00Juni 3rd, 2019|Categories: Allgemein, Unfall, Urteile, Wissenswertes|Tags: , , , , |

Vorwurf einer Unfallmanipulation & die Folgen Nach der allgemeinen Definition versteht man unter einem Verkehrsunfall, ein plötzliches, zumindest von einem der Beteiligten nicht gewolltes Ereignis, das im ursächlichen Zusammenhang mit dem öffentlichen Straßenverkehr und seinen Gefahren steht und zu einem nicht gänzlich belanglosen Sach- oder Körperschaden führt. Ohne das Merkmal des Unfalles muss die gegnerische Kfz-Haftpflichtversicherung für die entstanden Schäden nicht aufkommen und keine Zahlungen vornehmen. Kein ungewollter Unfall liegt insbesondere dann vor, wenn es sich um ein gestelltes Ereignis handelt - der Verkehrsunfall also nur vorgetäuscht wurde, um Zahlungen der Versicherung zu erlangen. Die Rechtslage bei Unfallmanipulation Dieses Vorgehen führt nicht nur dazu, dass die Versicherung leistungsfrei bleibt, sondern zieht auch ein strafrechtliches Verfahren nach sich, denn der Tatbestand [...]

Erste Hilfe ist nicht nur Ehrensache!

2019-05-28T16:41:05+02:00Mai 28th, 2019|Categories: Allgemein, Fahrerlaubnis, Fahrverbot, Unfall, Urteile, Wissenswertes|Tags: , |

Die Straftat Einfach an einer Unfallstelle vorbeizufahren, nur weil man es gerade eilig hat, hat möglicherweise ernste rechtliche Konsequenzen zur Folge - denn ein solches Verhalten ist nicht nur moralisch bedenklich, sondern hierzulande grundsätzlich auch strafbar. Derjenige, der bei Unglücksfällen keine Hilfe leistet, obwohl dies erforderlich und den Umständen nach zumutbar ist, begeht gemäß § 323c Abs. 1 StGB eine Straftat. Pflicht zur Hilfeleistung Ein Verkehrsunfall, bei dem augenscheinlich nur ein Blechschaden eingetreten ist, handelt es sich nicht um einen Unglücksfall im Sinne des Gesetzes. Denn hier droht keine erhebliche Gefahr mehr. Trotzdem kann es natürlich auch hier nicht schaden kurz anzuhalten und sich zu erkundigen, ob alles in Ordnung ist, wenn sonst keine Hilfe in Sicht ist. Bei einem [...]

Was passiert bei Verstößen in der Probezeit?

2019-05-16T17:50:21+02:00Mai 16th, 2019|Categories: Allgemein, Fahrerlaubnis, Wissenswertes|Tags: , , |

A-Verstoß & B-Verstoß, das sollten Fahranfänger darüber wissen! Mit dem Bestehen der Fahrprüfung beginnt, mit der Aushändigung des Führerscheins, zunächst die zweijährige Probezeit. Weil die Fahrerlaubnis gemäß § 2a StVG daher erst einmal nur auf Probe erteilt wird, ist während der Probezeit besondere Vorsicht beim Fahren geboten, da sonst der gerade erst erworbene Führerschein im schlimmsten Fall schnell wieder weg sein könnte. In der Probezeit soll sich der frischgebackene Verkehrsteilnehmer im Straßenverkehr bewähren, um schließlich die unbefristete Erlaubnis zu erlangen. Begeht er hingegen Verkehrsverstöße, so haben diese schnell unangenehme Konsequenzen. Es wird zunächst zwischen besonders schwerwiegenden Zuwiderhandlungen, sogenannten A-Verstößen und weniger schwerwiegenden Zuwiderhandlungen, den B-Verstößen, unterschieden. Diese Verstöße sind in der Anlage 12 der Fahrerlaubnisverordnung (FeV) aufgelistet. Was ist ein [...]

Abgasskandal, BGH stärkt Kläger

2019-02-22T16:18:27+02:00Februar 22nd, 2019|Categories: Allgemein|

  Der BGH hat sich ganz aktuell in einem Hinweisbeschluss vom 27.02.2019, VIII ZR 225/17, zum sog. Abgasskandal geäußert. Der BGH hat die Parteien in dem Beschluss darauf hingewiesen, dass bei einer unzulässigen Abschaltautomatik, die den Stickoxidausstoß auf dem Prüfstand gegenüber dem normalen Fahrbetrieb reduziert, von einem Sachmangel auszugehen sein dürfte. Dies allein deshalb, weil die Gefahr einer Betriebsuntersagung durch die zuständige Behörde bestehe und das Fahrzeug dann nicht mehr am Straßenverkehr teilnehmen könnte. Darauf hin hat die VW AG dem Kläger ein Einigungsangebot unterbreitet, dass dieser anscheinend, trotz des eindeutigen Hinweisbeschlusses, nicht ausschlagen konnte. Die Revision wurde vom Kläger zurück genommen. Dieser nunmehr veröffentliche Hinweisbeschluss stärkt allerdings die Position der Kläger in den anhängigen Verfahren. Es ist davon auszugehen, dass [...]

Abgasskandal – bin ich zum Software-Update verpflichtet?

2019-01-30T10:45:37+02:00Januar 30th, 2019|Categories: Allgemein|

Immer wieder werden wir von Mandanten gefragt, ob diese verpflichtet sind ein vom Hersteller empfohlenes Software-Update durchzuführen. Die Auswirkungen auf das Fahrzeug in Bezug auf Leistung, Lebensdauer des Motors und dem Abgasverhalten nach dem Update sind weitestgehend unbekannt. Die Verunsicherung bei den Betroffenen ist groß. Das Vertrauen in die Hersteller hat stark gelitten. Das VG Potsdam hat sich jetzt in einem Verfahren zu dieser Thematik geäußert. (VG Potsdam, Az.: 10 L 303/18) Das Gericht vertritt die Auffassung, dass das Fahrzeug die Betriebserlaubnis verliere, wenn kein Software-Update durchgeführt werde. Begründet wird dies mit einem Verstoß gegen die vom Kraftfahrtbundesamt geänderten Typengenehmigungen. Danach entspreche ein betroffenes Fahrzeug ohne Software-Update nicht mehr der aktuellen Typengenehmigung. Wir empfehlen unseren Mandanten in der Regel das Software-Update durchzuführen. Allerdings [...]

illegales Autorennen ! § 315d, 69 Abs. 2 Nr.1 a StGB

2019-02-03T21:02:27+02:00November 6th, 2018|Categories: Allgemein|

Aufgrund einiger tödlicher Unfälle bei sog. "Ampelrennen" hat der Gesetzgeber gehandelt und den § 315 d StGB geschaffen. Dieser verbietet Kraftfahrzeugrennen im Straßenverkehr. Bei Zuwiderhandlung ist regelmäßig die Fahrerlaubnis zu entziehen, § 69, Abs. 2 Nr.1a StGB. Was unter einem Kraftfahrzeugrennen zu verstehen ist, und ob auch ein "Alleinrennen" darunter fällt wird die Rechtsprechung noch einige Zeit beschäftigen. Jetzt liegt eine erste Entscheidung eines Landgerichtes vor. Das LG Stade hat sich mit Beschluss vom 04.07.2018, 132Qs 88/18, mit der Thematik auseinander gesetzt. Der Beschuldigte soll vor einer Kurve mehrere Fahrzeug überholt haben und ist dann mit einigen entgegenkommenden Fahrzeugen zusammengestoßen. Das Amtsgericht Tostedt hat dem Beschuldigten vorläufig die Fahrerlaubnis entzogen, § 69, Abs. 2 Nr.1a StGB. Gegen diese vorläufige Entziehung hat der Beschuldigte [...]

Fahrerflucht bei Carsharing Fahrzeug/Mietfahrzeug ? !

2018-10-29T12:03:48+02:00Oktober 29th, 2018|Categories: Allgemein|

AG Berlin-Tiergarten, Beschluss vom 21.03.2018 – 297 Gs 47/18Was war passiert? Der Beschuldigte fuhr mit einem nach dem Carsharingmodell gemieteten Fahrzeug gegen eine Leitplanke. Die Besonderheit besteht im vorliegenden Fall darin, dass an der Leitplanke kein Sachschaden entstand.  Der Schaden an dem Fahrzeug des Beschuldigten belief sich auf ca. € 8.200. Obwohl der Beschuldigte den Unfall bemerkt hatte und sich seiner Feststellungspflichten bewusst war, entfernte er sich vom Unfallort, ohne weitere Feststellungen ermöglicht zu haben. Das AG Berlin - Tiergarten hat in einem Beschluss im Ermittlungsverfahren wegen unerlaubten Entfernens vom Unfallort ("Fahrerflucht") die Fahrerlaubnis vorläufig entzogen. Ein Unfall setzt voraus, dass es nicht zu einem völlig belanglosen Personen- oder Sachschaden gekommen ist. Hier war es lediglich zu einem Sachschaden an [...]

Keine fiktive Abrechnung bei mangelhafter Werkleistung (BGH, Urt. v. 22.02.2018, Az: VII ZR 46/17)

2018-10-29T11:37:24+02:00Oktober 23rd, 2018|Categories: Allgemein, Urteile|

Der BGH hat in seinem Urteil vom 22.02.2018, Az: VII ZR 46/17 nun die Möglichkeit der fiktiven Abrechnung im Werkvertragsrecht aufgegeben. Das Urteil überrascht. Denn bisher war das Werkvertragsrecht in seinen Grundsätzen dem Kaufvertragsrecht angelehnt. Das bedeutet: War ein Werk mangelbehaftet, konnte Schadenersatz auf Basis eines Kostenvoranschlages  oder Sachverständigengutachtens verlangt werden. Zu erstatten waren die veranschlagten netto Reparaturkosten. Diesen Grundsatz gibt der BGH nun für Werkverträge, die ab dem 01.01.2002 geschlossen wurden, auf.   Die Begründung: Ein Mangel sei zunächst ein Leistungsdefizit, denn das Werk bliebe hinter der geschuldeten Leistung zurück. Mit einer Bemessung des Schadens allein auf Kostenvoranschlags-/ Gutachtenbasis würde dieses Defizit bei wertender Betrachtung jedoch nicht zutreffend abgebildet. Vielmehr führe eine fiktive Abrechnung häufig zu einer Überzahlung, sodass [...]

Augenblicksversagen

2018-10-29T15:34:51+02:00Oktober 16th, 2018|Categories: Allgemein|

  Wahrscheinlich haben Sie schon von dem ominösen Begriff „Augenblicksversagen“ im Straßenverkehr gehört. Was ist ein "Augenblicksversagen"? Es liegt vor, wenn der Betroffene für einen kurzen Moment die im Verkehr erforderliche Sorgfalt außer Acht gelassen hat. Häufig kommt es in der Folge zu einem Unfall / Bußgeldverfahren (Rotlicht überfahren, geblitzt worden etc.). Das „Augenblicksversagen“ wird  gerne zur Rechtfertigung von Rotlichtverstößen herangezogen. Die Rechtsprechung lässt ein Augenblicksversagen aber nur in wenigen Ausnahmefällen zu. Anerkannt sind der sog. "Mitzieheffekt" oder der "Frühstarter". Das OLG Karlsruhe hatte jetzt in einem aktuellen Fall Gelegenheit zu einer weiteren Fallgruppe Stellung zu nehmen (Beschluss vom 06.04.2018). Dem Beschluss lag folgender Fall zugrunde: Der betroffene Autofahrer verwechselte die für den links abbiegenden Verkehr geltende Ampel mit dem der [...]

Halterhaftung bei Falschparken ?

2018-10-29T17:21:03+02:00Oktober 9th, 2018|Categories: Allgemein|

Vielleicht haben Sie das schon einmal erlebt. Sie verleihen Ihr Fahrzeug und Wochen nachdem Sie es zurückerhalten haben liegt in Ihrem Briefkasten ein Gebührenbescheid oder eine Rechnung über eine Abschleppmaßnahme, die Ihnen völlig unbekannt ist. Man verlangt von Ihnen eine Zahlung i.H.v. mehreren hundert Euros. Es stellt sich die Frage, ob der Halter eines Fahrzeuges auch in einem solchen Fall, ohne dass ihn ein Verschulden trifft, zur Zahlung herangezogen werden kann. Der Bundesgerichtshof hat dies in seiner Entscheidung vom 11.03.2016, V ZR 102/15, für den Fall eines unbefugten Parkens auf einem Privatgrundstück bejaht. Der BGH führt aus: "Wird ein Fahrzeug, das unbefugt auf einem Privatgrundstück in verbotener Eigenmacht abgestellt wird, im Auftrag des Grundstücksbesitzers im Wege der berechtigten Selbsthilfe entfernt, [...]